Dorfkirche Leppin (Gemeinde Lindetal)

Schlichter Saalbau aus gequaderten Feldsteinen mit geradem Chorschluss, wohl 14. Jahrhundert.
Die Fenster wurden mit Segmentbogen verändert. Die Kirche ist mit einem Satteldach aus Ziegel gedeckt. 
Ein eingefügter quadratischer Westturm und der Westgiebel mit Turmanbauten wurden in Ziegel ausgeführt, wohl 19. Jahrhundert.
An der Südseite des Kirchenschiffs befindet sich die Ruhestätte Jasper v. Oertzen-Leppin (1801-1874), seit 1858 Präsident des Staatsministeriums (Ministerpräsident) von Mecklenburg-Schwerin. Nach 1836 erfolgte die Hinzufügung des Besitznamens. Das Herrenhaus westlich gegenüber der Kirche wurde 1850 vom Neustrelitzer Hofbaumeister Friedrich Wilhelm Buttel umgebaut und erweitert. 
Außen an der Ostwand der Kirche ist unter dem Chorfenster das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges in die Fensterbank integriert.
Der Innenraum ist mit einer kassettenähnlichen Holzdecke verschlossen. Der Altarraum ist von Höhe der Fensterbänke abwärts mit einer Vorhangmalerei versehen. Die Wände des Kirchenschiffs zeigen eine gemalte Quaderung. Von der Decke hängen schwere Leuchter herab. Der hölzerne Altaraufsatz mit neugotischen Formen zeigt im Mittelteil eine Kreuzigungsdarstellung. Das Patronatsgestühl, die schlichte Kanzel und eine Taufe aus Industriestein mit geschmiedetem Deckel vervollständigen die Innenausstattung. Die Gemeinde nimmt auf einfachen Holzbänken Platz. Auf der ebenfalls schlichten Westempore steht eine Orgel von Buchholz aus dem Jahr 1853 mit einem klassizistisch geformten Prospekt. Den Gefallenen des Feldzuges 1813/1814 gegen Napoleon Bonaparte ist eine Gedenktafel an der Nordwand gewidmet.
Der Kirchhof ist als Friedhof gestaltet und von einer Mauer umgeben.