Dorfkirche Gramelow (Stadt Burg Stargard)

Die kleine Rundkirche aus dem Jahre 1806 ist eine der drei von Kammeringenieur und Landesbaumeister Friedrich Wilhelm Dunkelberg erbauten Rundkirchen im alten Stargarder Kreis und ersetzte einen 1795 abgerissenen Fachwerkbau mit Strohdach. 1807 erfolgte die Weihe der Kirche.
Die Kirche mit einem Durchmesser von 9 Metern und 6 Metern Höhe hat ein ziegelgedecktes Kuppeldach. Die zweibahnigen Fenster sind rundbogig und mit Scheitelokuli ausgestattet, über den Fenstern sitzt noch ein Segmentbogenteil. Betreten wird die Kirche über das ebenfalls rundbogige Westportal.
Der Innenraum ist flachgedeckt.
Zur Innenausstattung gehört ein schlichter klassizistischer Kanzelaltar mit zwei daran befestigten Schnitzfiguren aus dem 15. Jahrhundert (Maria und Johannes). Der Kanzelkorb mit Schalldeckel wird von zwei Pilastern flankiert.
Die Westempore ruht auf zwei Ständern und ist leider ohne Orgel bestückt.
Im Raum steht ein Harmonium der Fa. Hildebrandt aus der Zeit um 1910.
Die Gemeinde nimmt auf den ursprünglichen Holzbänken Platz.
Der Kirchhof ist als Friedhof gestaltet und von einer Mauer umgeben.
Im freistehenden Glockenstuhl hängt eine Glocke, die 1858 von F. Schuenemann in Demmin umgegossen wurde.
Zu DDR-Zeiten verfiel die Kirche zusehens. Nur dem fleißigen Engagement der Gramelower Gemeindemitglieder ist es zu verdanken, dass die Kirche nach jahrelanger Aufbauarbeit schließlich am ersten Adventssonntag des Jahres 1991 wieder eingeweiht werden konnte.

Quellen:
Kirchen auf der Spur... Kirchenkreis Stargard / Landkreis Mecklenburg-Strelitz, Broschüre, Landkreis MST / Kirchenkreis Stargard, Löhlein & Löhlein, Steffen-Druck, 2009
Eine wirklich runde Sache dieses Kirchlein, Gramelower behüten ihr Prachtstück, Zeitungsartikel, Katja Klaus, Nordkurier, 1996