Dorfkirche Quadenschönfeld (Gemeinde Möllenbeck)

Kleiner rechteckiger, ursprünglich turmloser Bau aus gequaderten Feldsteinen mit geradem Chorabschluss. An der "unsauberen" Schichtung und dem nur recht groben Zuschlagen der Quader ist erkennbar, dass die Errichtungszeit in den Anfang des 15. Jahrhundert zu datieren ist. Die Abmaße sind: 8 m breit, 14 m lang, 5,5 m hoch. Auf der Südseite wurde die ursprüngliche Priesterpforte mit Granitportal zugesetzt.
Der quadratische Westturm mit Granitsteinuntergeschoss und einem Obergeschoss aus Ziegel wurde 1847 errichtet und mit Turmuhr und vier Ziffernblätter ausgestattet, erst 1960 wurde er mit einem Pyramidendach abgeschlossen. Der Turm verdeckt das ursprüngliche Westportal, ebenfalls mit Granitgewände.
Die beiden Bronzeglocken fielen dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.
Die Ostwand wird mit einem halbhohen Strebepfeiler zur Südseite gestützt. Im Giebel drei spitzbogige Blenden. Die ursprüngliche Dreifenstergruppe wurde auf zwei Fenster reduziert und diese rechteckig abgeändert und mit Korbbogen und ausgeputzter Fassung versehen.
Ein nördlicher verputzter Anbau diente der Patronatsfamilie als Logenzugang, Grabkapelle und darunterliegender Gruft. Er stammt aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Heute gibt es im Anbau eine Winterkirche und Gemeinderäume.
Der Innenraum ist mit einer flachen Bretterdecke gedeckt.
Die Inneneinrichtung ist äußerst schlicht. Zentral nimmt der klassizistisch angehauchte, aber noch mit barocken Stilelementen versehene Kanzelaltar eine herausragende Stellung ein. Der Aufgang zum Kanzelkorb erfolgt über einen als Beichtstuhl ausgelegten Verschlag an der Nordseite. Die eierschalenfarbene Tönung des Altaraufsatzes ist wohl nicht die Originalfassung, diese war vermutlich deutlich farbenfroher. Grund zu dieser Annahme sind die seitlichen 'Ohren', die mit Wappen der Stifterfamilien geschmückt sind und vermutlich farbig ausgelegt waren. Welche Farben die Wappen der Familien von Warburg (rechts) und von Tornow (?,links) haben, kann ein paar Kilometer weiter in der Dorfkirche von Warbende am Schalldeckel der dortigen Kanzel eingesehen werden. Der hier in Quadenschönfeld von einem Engel mit ausgebreiteten Schwingen gehaltene Kanzelkorb zeigt an der Brüstung eine recht simple Darstellung der Taufe Jesu im Jordan. Hinter der Altarwand steht ein altes Harmonium.
Im Altarraum steht noch eine Taufe mit schönem Deckel und Schale aus Messing. Die ursprüngliche, von Graf W. v. Bernstorff-Hanshagen 1889 geschenkte Taufschale war kurz vor der politischen Wende 1989 aus der Kirche entwendet worden. 2012 wurde sie von einem Bauern beim Pflügen auf dem Feld freigelegt und von Herbert Welz aus Warbende restauriert. Sie befindet sich heute in der Kirche in Warbende.
Die Orgel ist ein Instrument von Wilhelm Sauer, sie wurde 1897 in dessen Werkstatt in Frankfurt/Oder gebaut (Opus 735). Der Prospekt zeigt bereits Ansätze der Moderne, fügt sich aber mit seiner Farbgebung und Form, zusammen mit dem schlichten Bankgestühl der Gemeinde, sehr gut in das Gesamtensemble ein. Lediglich die auf vier Ständern ruhende Westempore mit ihrer rotbraunen Farbgebung und den elf Brüstungsfeldern in Gelb bildet einen krassen Kontrast zur ansonsten recht fahlen Tönung des Innenraums. 
Auf dem Kirchhof steht südwestlich der Kirche ein Glockenstuhl, der 2003 errichtet wurde und eine Glocke von der Kirche Rollenhagen hält. Diese wurde 1670 von Jacob Schultz aus Rostock gegossen und trägt eine Inschrift und Blattritzzeichen. Mit der Profanierung und Privatisierung der Rollenhagener Kirche wurde die Glocke nach Quadenschönfeld umgesetzt.
Iin der unmittelbaren Umgebung der Kirche steht das um 1800 errichtete Gutshaus der Familie v. Warburg, das nach deren Aussterben von der Familie v. Bernstorff übernommen wurde. Auf dem Kirchhof erinnern einige Grabkreuze an die Familie v. Bernstorff.
Ein neuer Friedhof befindet sich am westlichen Dorfrand, dort steht eine kleine Trauerhalle.
(weitere Quelle: Informationstafel an der Kirche)

Quellen:
Sensationsfund: Bauer pflügt Diebesgut frei, Zeitungsartikel, Franziska Gerhardt, Nordkurier, 09.04.2013