Dorfkirche Beseritz

Die Kirche, ein gequaderter Feldsteinbau, ist am Ende des 13. Jahrhunderts errichtet worden.
Nach einem Brand 1879 wurde sie ausgebaut und 1881 ein quadratischer Westturm aus Granitstein mit Glockenstube aus Ziegel und achtseitigem Spitzhelm nach Plänen von Baurat Georg Daniel angefügt, das Westportal mit Christuskopf. Auch die Schiffsfenster wurden verändert und bekamen Rundbögen.
Die Dreifenstergruppe ist in einer monumentalen spitzbogigen Feldsteinblende zusammengefasst und reicht weit in das Giebeldreieck mit den in Backstein gefassten gestaffelten Spitzbogenblenden hinein, die Ziegelrosette kam 1881 hinzu. Der Fensterbereich im Altarraum wurde Anfang 2012 wieder mit den restaurierten Glasmalereien in Grisaille-Technik versehen.
Der Innenraum ist mit einer Holzbalkendecke flachgedeckt und an den Seiten mit Maßwerkbögen verstärkt. Die neugotische Inneneinrichtung stammt ebenfalls aus der Zeit des Wiederaufbaus im Jahr 1881. Der dreiteilige Altaraufsatz mit Wimpergbekrönung, Fialaufsätzen und Maßwerk zeigt im Hauptbild die Himmelfahrt Christi vor den Augen seiner elf Jünger (Apg. 1.9). Neugotische Maßwerkformen setzen sich auch an der Kanzel mit Schalldeckel, Aufgang und Verschlag weiter fort. Die Orgel ist ein Werk von Julius Schwarz aus dem Jahr 1898. Unter der Westempore wurde eine Winterkirche eingerichtet.
Zum Wiederaufbau der Kirche stiftete der Graf von Bernstorff als Patron der Kirche zwei Bronzeglocken, die im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen wurden. Pfingsten 1929 stiftete Christian Ludwig Graf von Bernstorff der Kirche zwei neue Bronzeglocken, die bei C. Voß u. Sohn in Stettin gegossen wurden.
An der Ostwand befindet sich die Grabstätte der Grafen v.Bernstorff.
Das Eingangsportal des benachbarten Herrenhaus zieren die Wappen der Familie von Bernstorff. Die Familie erwarb das Gut 1879 und ließ das Herrenhaus 1880 im neugotischen Stil errichten.

Quellen:
Kirche Beseritz, Flyer, Vereinigte Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Marien Friedland, Christian Heidenreich, Christian Domke, Martin Radloff, 2010