Dorfkirche Mierzyn (PL) (ehem. Möhringen, Gem. Daber)
Matki Boskiej Bolesnej, ehem. ev. Kirchspiel

Aus dem 13. Jahrhundert sind die Herren von Möhringen bekannt. Das Dorf befand sich später um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert im Besitz des Bischofs von Cammin, von dem es 1305 der Stettiner Bürger Johannes von Brakel übernahm. 1397 gelangte Möhringen in den Besitz der Kartause Gottesgnaden in Grabow. Von 1818 bis 1939 gehörte Möhringen zum Kreis Randow. Im Jahre 1939 wurde Möhringen in die Stadt Stettin eingemeindet, bei der es bis 1945 verblieb, Möhringen gehört zu dem Teil Pommerns westlich der Oder, der nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 an Polen kam. Das Dorf erhielt den polnischen Namen Mierzyn. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben und durch polnische Bürger ersetzt.
Die Kirche ist ein rechteckiger Feldsteinbau mit geradem Chorschluss und einem schiffsbreiten Turmuntergeschoss mit verbrettertem Obergeschoss und quadratisch eingezogener verbretterter Glockenstube mit schiefergedeckter achtseitiger Laterne und Spitzhaube, Ostwand mit schmaler Dreifenstergruppe und Kreuzblende als in Backstein gefasste Putzblende gearbeitet, unter Querbalken paarweise angeordnete spitzbogige Putzblende, Schiffsfenster segmentbogig verändert, ebenso das Portal an der Westseite des Turmes.
Ein modernes Nebengebäude beherbergt wohl Gemeinderäume oder Wohnungen. Der Kirchhof ist von einer Mauer umgeben. Der alte Friedhof ist nicht mehr existent.
Heute gehört die Kirche zum katholischen Dekanat Szczecin-Pogodno im Erzbistum Stettin-Cammin. Die Kirche macht einen gepflegten Eindruck, der Bau wurde umfangreich saniert. Die ursprüngliche barocke Innenausstattung wurde zum Teil in der Kirche belassen und durch katholische Utensilien ergänzt. Die Kirche zeugt aber von einem regen religiösen Leben.
(weitere Quelle: Wikipedia 15.03.2015)