Dorfkirche Schmölln (Gemeinde Randowtal)

Der einheitliche und durchaus sehr stattliche Feldsteinquaderbau wurde in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Der über einem geschrägten Sockel aus sauber geschichteten Granitquadern errichtete Saalbau besitzt einen eingezogenen Rechteckchor, eine Nordsakristei und einen schiffsbreiten Westturm. Der eingezogene quadratische Turmaufsatz aus Fachwerk mit offener Laterne und Spitzhelm wurde Mitte des 18. Jahrhunderts zugefügt und 1999 saniert. Im Turm hängen zwei alte Glocken; 1518 von Jakob Stellmacher und 1591 von Rolof Klassen, beide aus Stettin, gegossen.
An der Ostseite des Chores befindet sich eine spitzbogie Dreifenstergruppe mit Granitgewände. Ursprünglich handelte es sich um eine gestaffelte Fenstergruppe, später wurden die Bögen in Backstein erneuert und die Öffnungen verkürzt. Im Giebel sitzt ein Kreisfenster zwischen zwei spitzbogigen Putzblenden, darüber ein Zahnfries. Das spitzbogige Granitportal der Priesterpforte auf der Südseite des Chores ist ursprünglich. Die Fenster von Schiff und Chor wurden im 19. Jahrhundert in Backstein vergrößert und mit Faschen und Schlussstein ausgestattet. Die Sakristei schließt im Osten bündig mit dem Chor, im Innern hat sie ein Halbtonnengewölbe. Der Ostgiebel des Schiffes wurde in Backstein erneuert. Das gestufte Portal der Laienpforte auf der Südseite ist von Back- und Feldsteinläufern umzogen, darüber sitzt eine verputzte Dreierblende auf einem Zahnfries; das Portal der Totenpforte auf der Nordseite wurde zugesetzt. Die schmale Tür zur Turmtreppe im Süden wurde vermauert.
Die flache Balkendecke im Innenraum ist mit vegetabiler Ornamentmalerei aus dem 17. Jahrhundert geschmückt. Ein großer Triumphbogen trennt Schiff und Chor, in der Leibung trägt er eine Rankenmalerei.
Zur Ausstattung gehören ein Altaraufsatz (1624), eine Kanzel mit Schalldeckel (1604), eine hölzerne Taufe und das Patronatsgestühl ebenfalls aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. Die Orgel wurde 1897 von Barnim Grüneberg in Stettin gebaut, der dreiteilige Prospekt zeigt Neurenaissanceformen.
Der Kirchhof ist von einer Feldsteintrockenmauer umgeben. Im Süden steht auf dem Kirchhof das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Der Friedhof befindet sich ein Stück südöstlich der Kirche. Dort steht eine schlichte Trauerhalle und es befindet sich eine hergerichtete Kriegsgräberstätte auf dem Gräberfeld.

Quellen:
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006