Dorfkirche Uelitz

Die Dorfkirche, erbaut 1747/54, ist ein einschiffiger, flachgedeckter Backsteinbau - unter Verwendung mittelalterlichen Baumaterials - mit polygonalem Ostschluss.
Im Innenraum wird die Kirche von einer qualitätvollen Holzdecke mit szenischen Malereien geschmückt, auf der sich der Herzog als weltlichen und geistlichen Hirten im Weihnachtsmedaillon hat darstellen lassen.
1893/94 wurden an der Kirche umfangreiche Veränderungen vorgenommen.
Die Kirche wurde verlängert, im Westen ist ein Turm mit achtseitigem, schieferbedecktem Helm errichtet worden und der Innenraum wurde ebenfalls erneuert.
Die Deckenmalerei von 1750 zeigt im großen Mittelbild die Geburt Jesu, im kleinen Bild über dem Altar leuchtet das Auge Gottes und im dritten Bild zur Empore hin wird die Taufe Jesu gezeigt. Die Deckenmalerei zielt auf die Darstellung der Göttlichen Trinität – die Verherrlichung von Gott dem Vater, Gott dem Sohn und Gott dem Heiligen Geist – ab.
Der Altar ist ein neugotisches Schnitzwerk  aus dem 19.Jh. mit einem Kruzifix von Siegfried Güstrow, 1889.
Auf der Nordseite in einer Nische ein Kruzifix aus dem 15.Jh..
Die Kanzel mit Schalldeckel ist ein Werk aus der Erbauerzeit, wohl um 1747, Aufgang und Korb sind verziert mit Darstellungen der vier Evangelisten mit ihren Attributen und Bibelzitaten, den Schalldeckel krönt eine Taube.
Die jetzige Westempore ist im Zuge des Erweiterungsbaus 1894 entstanden. Die Bemalung mit den Bildnissen von Jesus und den zwölf Aposteln stammt jedoch schon aus der Zeit der Deckenmalerei. Mechanische Orgel von Friedrich Friese (III), 1894 gebaut, ist sie das vorletzte Instrument aus dieser Werkstatt und die letzte von ihm selber eingebaute Orgel. 2000 saniert.
Im Turm zwei Glocken. Die große Glocke von 97 cm Durchmesser stammt vom Anfang des 14.Jh. und ist mit 11 kleinen Bildern geritzt und trägt eine gotische Majuskel-Inschrift. Die zweite, kleinere Glocke ist das Geschenk eines Uelitzers. Sie wurde 1932 gegossen, zum Gedächtnis an Fr.Güssmar, in Frankreich am 19.01.1915 gefallen. Eine dritte Glocke wurde im WK I. vernichtet.
Der Friedhof befindet sich am nördlichen Ortsrand.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen Wismar-Schwerin, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001