Dorfkirche Steinmocker (Gemeinde Neetzow)

Der kleine, rechteckige verputzte Feldsteinbau mit den breiten, getreppten Stützpfeilern aus Backstein, die diagonal an den Gebäudeecken stehen, stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Von einer Restaurierung im 19. Jahrhundert stammen Ost- und Westgiebel in Fachwerk sowie die Westwand mit Granitstein verblendet, mit zwei kleinen Rundfenstern und einem angesetzten rechteckigen Portalgiebel aus gelbem Ziegel.
Der verbretterte Giebelreiter mit achtseitigem Spitzhelm, schindelgedeckt, wohl aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die rechteckigen Fenster mit Segmentbogen, das Ostfenster als dreiteiliges Flügelfenster mit Buntglaskreuz.
Zur Ausstattung gehört eine Kanzel aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der von Mosesfigur getragene Korb ist mit Evangelisten-Reliefs und Wappen geschmückt.
Kelch, Zinn, 18. Jahrhundert, zwei Leuchter, Zinn, 1719 und 1720.
In der Glockenstube hängt eine Glocke von 1508.
Im Westen vor der Kirche befindet sich das Kriegerdenkmal mit 14 Namensteinen für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder.
Der Kirchhof ist als Friedhof gestaltet.

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006