Dorfkirche Bugewitz

Das heutige Erscheinungsbild des im Dreißigjährigen Krieg stark zerstörten rechteckigen Feldsteinsaals aus dem 15.Jh. wird von der Wiederherstellung im Jahr 1784 und der Renovierung nach 2006 geprägt. Aus dem 18.Jh. stammt der Verputz des Ostgiebels sowie die Form der Fenster und der Blendenabschlüsse im Ostgiebel. Die unten gereihten und oben gestaffelten korbbogigen Blenden sind durch ein Putzband voneinander abgesetzt, an den Giebelkanten sitzen kleine Fialen. Die beiden angeschrägten Stützpfeiler an der Ostwand, die beiden geraden an den Westkanten und der abgeknickte an der Nordwand sind nachträglich an den Bau angefügt worden. Heute ist der gesamte Bau verputzt, der Feldstein und die vorhandenen Backsteindetails sind nicht mehr zu erkennen, ebenso das vermauerte Südportal. Die flachbogigen Fenster haben Putzfaschen. Der quadratische Fachwerkturmaufsatz mit Pyramidendach wurde 1784 auf das westliche Satteldach aus Ziegel gesetzt. In der Glockenstube mit drei Schallluken hängt eine Bronzeglocke aus dem 15.Jh., wohl von dem selben Meister gegossen, wie die der Kirche in Ducherow (1472). An der Westseite ein Portal mit Segmentbogen, seitlich je ein Paar Spitzbogenblenden. Der Innenraum wird von einer Voutendecke überspannt. Im südlichen(? nördlichen) Teil der Westwand findet man eine raumhohe gestufte, annähernd rundbogige Nische, deren Zweck unbekannt ist. Die einheitliche Holzausstattung mit neugotischem Dekor stammt wohl aus der Zeit um 1880. Der Kanzelaltar hat einen halbrunden Korb mit einem flachen Schalldeckel, am Korb ein Christus-Gemälde (im Garten Gethsemane) angebracht, des weiteren sind Zierfriese aufgelegt und befinden sich durchbrochene Zahnfriese am unteren Rand von Korb u. Deckel, auf der Rückwand Spitzbogenblenden, der Aufgang und Sakristeiverschlag mit durchbrochenen Ornamenten und  Vierpässen, am geschlossenen Altargehege kräftige Rundbögen, Pastoren- und Patronatsgestühl weisen Fialaufsätze, Vierpässe und schlanke Dreiblätter in Spitzbogenrahmung auf, diese auch in den Brüstungsfeldern der Westempore. Für die Gemeinde gibt es ein Bank-Gestühl, der große Holzleuchter stammt aus dem Jahr 1879. Die Orgel, wohl 1878 von Barnim Grüneberg gebaut, besitzt einen Prospekt in Formen der Neorenaissance, der durch Pilaster dreiteilig gegliedert wird und im bekrönenden Dreieckgiebel Voluten zeigt. An einer Stelle wurden unter der Kalkschicht Reste einer Wandbemalung freigelegt. Im Gestühl steht eine schlichte Holztaufe.

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006