Dorfkirche Alt Kosenow (Gemeinde Neu Kosenow)
Marienkirche

Der rechteckige Feldsteinsaal wurde im 15.Jh. zu Ehren der Jungfrau Maria errichtet. Durch ständige bauliche Veränderungen weist die Kirche heute Elemente der verschiedensten Epochen und Stilrichtungen auf. Der von einem Strebepfeiler gestützte Ostgiebel ist in Backstein ausgeführt, heute verputzt, und zeigt eine unübliche Spiegelblende mit eingeschnittenem Spitzbogen sowie eine kleine Kreisblende. 1780 wurde das Schiff nach Westen verlängert, durch einen Strebepfeiler erkennbar, 1878 erfolgte der Anbau des dreigeschossigen quadratischen Westturmes in Ziegel mit dem achtseitig zulaufenden Spitzhelm. Die Geschosse mit Ecklisenen und Zahnfriesen gestaltet, Fenster und die paarigen Schallöffnungen im Obergeschoss mit gestuften rundbogigen Gewänden, z.T. segmentbogig übergiebelt, darüber gestufte Kreisfenster. Das rundbogige gestufte Westportal mit angesetztem Giebel. Die rundbogigen Fenster im Schiff und die etwas größeren in der Ostwand wurden bei der Erneuerung im 18./19. Jh. verändert und mit Putzfaschen versehen. Die Glasmalerei in den Ostfenstern von 1910 stammt von Paul Förster, Berlin, wohl nach Entwurf von Otto Bartelt, und versinnbildlicht die biblische Lichtsymbolik. Die Kirche verfügt über eine einmalige, vollständig erhaltene Jugendstilausmalung von Otto Bartelt, Berlin, aus dem Jahr 1904. Das wertvolle Tafelbild von der Kreuzabnahme mit Schmuckrahmen stammt wohl bereits aus dem 16. Jahrhundert, 1945 wurde es von Flüchtlingen aus Hinterpommern mitgebracht, 2000 restauriert und 2005 als Leihgabe für das Dienstzimmer des Bischofs in Greifswald  zur Verfügung gestellt.
1862 wurde eine Orgel von der Firma Friedrich Wilhelm Kaltschmidt, Stettin, eingebaut. 1879 bekam die Kirche eine Glocke. Die ursprünglich zweite Glocke wurde im II. Weltkrieg eingezogen. 1880 erhielt die Kirche eine einheitliche neugotische Ausstattung mit Kanzelaltar.
(Quelle: Informationstafel)

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006