Kapelle Dargibell (Gemeinde Neu Kosenow)

Das heutige Erscheinungsbild der 1941 eingestürzten Kapelle stammt vom Wiederaufbau im Jahr 1960. 1945 wurde sie im Westteil mit einem Notdach nutzbar gemacht, erst 2005 erfolgten Ausmalung und Neueinrichtung des größeren Ostraumes.
1433 ist die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Der verputzte rechteckige Saalbau aus sauber behauenen Feldsteinen stammt angeblich auch aus dem 15. Jahrhundert, wurde aber wohl barock verändert. Die Fenster haben, bis auf die beiden rundbogigen auf der Westseite, segmentbogige Abschlüsse. Die Portale sind ebenfalls rundbogig, an der Westseite mit gestuftem, im Süden mit gefastem Gewände. Seit 1851 gibt es die kleine Glockennische, seit dem Wiederaufbau ist sie am Westgiebel angebracht. Die Glocke soll noch aus dem 15. Jahrhundert stammen. Der Innenraum ist flachgedeckt. Die Ausstattung ist modern. 1952 Einbau eines mehrstufiges Altarpodest mit gemauertem Ziegelsteinaltar (Kanzel aus der 1.H.17.Jh. nicht im Bild). Auf dem Friedhof befindet sich ein Grabstein mit gotischen Minuskeln (15.Jh.), außerdem wurde im 18. Jh. der Generalleutnant der Pasewalker Kürassiere Otto Martin v. Schwerin hier beerdigt. Neben der Kapelle befindet sich das ehemalige Herrenhaus aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.
(weitere Quelle: Informationstafel)

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006