Dorfkirche Löwitz (Gemeinde Ducherow)

Verputzter Feldsteinsaal, 1620.
Backsteinturmaufsatz mit rundbogigen Schallöffnungen über dem Westgiebel aus dem Ende des 19. Jahrhundert. Das Satteldach erhielt 1990 eine Kupfereindeckung.
An der Nordostecke ein gestufter Strebepfeiler, Südportal zugesetzt, schmuckloser Ostgiebel mit zwei kleinen segmentbogigen Fensteröffnungen, Ostwand, Nord- u. Südseite mit segmentbogigen Fenstern sowie Westportal mit Putzfaschen, Ecklisenen.
Innenraum flachgedeckt.
Ausstattung:
Kanzelaltar (18.Jh.) mit Renaissancekanzel aus Eiche (17.Jh.), am Korb in zwei Reihen übereinander zwischen Säulen bzw. Pilastern gemalte Darstellungen von Propheten und Evangelisten, anstelle des Ev. Markus das Wappen einer Adelsfamilie (v.Schwerin?), Altargehege u. Pastorengestühl mit Gitter (wohl 18.Jh.), Holztaufe mit Laubschnitzerei, Westempore (17.Jh.).
Im Turm hängt eine Glocke, 1841 von F. Schuenemann in Demmin gegossen.
Innerhalb des von einer Mauer umschlossenen Kirchhofes befindet sich an der Ostseite eine aufwendige Grabanlage des Grafen von Schwerin-Löwitz (+1918), entstanden um 1910. In einer Rundbogennische steht die Figur des Auferstandenen Christus (in der Nachfolge Bertel Thorvaldsens), seitlich Backsteinstreben, davor Steinbänke, die Wangen mit Engelsreliefs, das Buntglasfenster hinter der Figur erneuert.
Die Kirchhofsmauer ist aus Backstein auf einem Granitsteinsockel im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts errichtet worden. In den Putzfeldern befinden sich ornamentale Blenden, die Das Rautenwappen der Grafen v. Schwerin zeigen.
Gleichzeitig entstanden ist die in die Mauer diagonal eingestellte Leichenkapelle, ein verputzter Backsteinbau mit steinsichtigen Architekturgliedern, Ecklisenen, steigendem Rundbogenfries auf Konsolen und Rundbogenportal.
(weitere Quelle: Informationstafel an der Kirche)

Quellen:
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006