Dorfkirche Rossin

Die Dorfkirche von Rossin ist ein schlichter Feldsteinsaal aus dem 15. Jahrhundert, dessen Aussehen heute aber durch die Erneuerung nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg im Jahre 1678 geprägt ist. Aus dieser Zeit stammt der verbretterte Turmaufsatz mit dem schiefergedeckten Spitzhelm (ursprünglich Eichenschindeln), die geböschten Eckstützpfeiler, die Segmentbogenform der Fenster und der Portale im Westen und Süden sowie der Verputz. Am Ostgiebel befinden sich je zwei kleine Kreisfenster, darunter schmiedeeiserne Anker und segmentbogige Fenster, in der Ostwand darunter sind sie größer ausgefallen. Alle Öffnungen sind mit Faschen umgeben. In den Jahren 2000/01 erfolgte eine Sanierung des Turmaufsatzes. Im Innern eine bemalte Flachdecke, die Fenster sind mit aufgemalten Faschen umgeben, unter der Orgelempore befindet sich die Winterkirche von 1952, eine Gruft ist heute nicht mehr zugänglich. Ausgestattet ist die Kirche mit einem schlichten Kanzelaltar von 1771, architektonischer Aufbau mit Pilastern mit aufgemalter Marmorierung und Segmentbogengiebel, der geschwungene Kanzelkorb und die geschnitzten Wangen mit Akanthusmalerei, Altargehege mit ausgesägten, bemalten Balusterbrettern, Sakristeiverschlag mit Gitter, Pastoren- u. Gemeindegestühl (A.18.Jh.), Westempore mit plastisch profilierter Brüstung (18.Jh.).
Die Orgel von Barnim Grüneberg, Stettin, wurde 1863 als mechanische Keilschleifenorgel gebaut, 2006 erfolgte eine Restauration der Holzpfeifen, die nicht mehr vorhandenen Metallpfeifen wurden rekonstruiert. Das Instrument wurde am 23. Dezember 2008 wieder in Betrieb genommen. Dreiteiliger Prospekt mit Rundbogenarkatur über Pilastern mit aufgemalter Marmorierung.
Sandsteinepitaph der Carolina Gustava v.Cammen, verehel. v.Koeppern, 1719, in geschwungenen Barockformen mit zwei Putti und Wappen vor Vorhangmotiv, farbig gefasst, zwei weitere hölzerne Epitaphe mit Wappen v.Koeppern(?), Grabstein Claus Ernst v.Rieben (+1709) mit Familienwappen (kein Bild).
Im Altarraum befinden sich an der Ostwand gemalte Symbole mit Sinnspruch.
Im Turm hängt eine Glocke von 1504.

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006