Kapelle Pelsin (Hansestadt Anklam)

Der rechteckige Feldsteinsaal aus dem 15. Jahrhundert ist heute verputzt. Die Fenster und die Portale auf Süd- und Westseite wurden wohl im 18. Jahrhundert segmentbogig erneuert. Im 19. Jahrhundert erfolgte eine umfassende Restaurierung. Am Ostgiebel befindet sich eine hölzerne Auskragung mit Satteldach für die Glocke (undatiert). An der Südwestecke finden sich Reste eines Stützpfeilers. Der Innenraum ist flachgedeckt. Die Fenster werden von gemalten Akanthusranken umrahmt. Über dem gemauerten Altar wurde der polygonale Kanzelkorb aus dem 17. Jahrhundert angebracht. Der so entstandene Kanzelaltar wurde wohl im 19. Jahrhundert zusammengesetzt und der Korb mit kannelierten Säulchen an den Ecken und aufgelegter neugotischer Kleeblattbogenarkatur geschmückt. Altargehege und Bankgestühl stammen aus der Zeit um 1877. Die Westempore aus dem 18. Jahrhundert steht auf Rundstützen und wurde ebenfalls im 19. Jahrhundert verändert. Von der zerstörten Orgel ist nur noch der dreiteilige neugotische Prospekt erhalten. Der Kirchhof ist mit einer Feldsteintrockenmauer umgeben und als Friedhof gestaltet.

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006