Dorfkirche Ramin

Der kleine Saalbau mit Nordsakristei aus sauber geschichteten Feldsteinquadern wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Der quadratische Fachwerkturmaufsatz mit geschlossener Laterne und Achteckhaube wurde 1726 am Westgiebel angefügt.
Die Kirche wurde nach einem Brand 1940 wiederhergestellt. 1991 erfolgte eine Sanierung von Dach und Turm.
In der Ostwand sind die gestaffelte Dreifenstergruppe und die aufsteigenden spitzbogigen Putzblenden zu einer Einheit verschmolzen. Die Bögen der Fenster sind mit Backstein umzogen. Die übrigen Fenster wurden segmentbogig verändert und mit Faschen versehen.
Die beiden südlichen Stufenportale mit Granitgewänden sind ursprünglich.
Der Innenraum wurde zwischen 1979 und 1982 umgestaltet. Die ursprünglich flache Holzbalkendecke wurde herausgenommen und der Raum durch Veränderung des Dachstuhls erhöht. Die neu verschalte Decke ruht auf hölzernen Stützen.
Die wesentlichen Ausstattungsstücke stammen von der Renovierung um 1980: Altar, Gestühl und Westempore.
Die Kanzel ist der Korb des ehemaligen Kanzelaltars aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Brüstungsfelder zeigen eine gemalte Marmorierung und werden von schwarzen Säulen gerahmt.
Die Orgel mit schlichtem Prospekt ist wohl ein Werk des Stettiner Orgelbaumeisters Barnim Grüneberg. Im Altarraum steht noch ein Harmonium und ein Taufständer. An der Südwand hängt ein Kruzifix. In der Nordsakristei gibt es eine Sakramentsnische mit Holztür.
Die Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges liegt verstaubt im Turmraum.
Im Turm hängt eine Glocke, 1724 von Johann Heinrich Schmidt in Stettin gegossen und 1997 restauriert.
Der Kirchhof ist von einer Feldsteinmauer mit rundbogigem Portaltor aus dem 15. Jahrhundert umschlossen. Auf dem als Friedhof gestalteten Kirchhof befindet sich eine Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkrieges.
Ein neuer, weltlicher Friedhof befindet sich außerhalb des Ortes im Ortsteil Ramin Stadtberg.

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006