Dorfkirche Grambow

Auch die Grambower Kirche ist ein aus sauber geschichteten Feldsteinquadern errichteter Saalbau des 13. Jahrhunderts. Aus der Erbauerzeit stammen auch der schiffsbreite Westturmunterbau und die Nordsakristei. Der barocke quadratische Turmaufsatz in Fachwerk mit geschlossener achteckiger Laterne und geschweifter Haube wurde 1927/28 rekonstruiert, in der Bekrönung ein vergoldeter Posaunenengel. Die gesamte Kirche musste nach einem verheerenden Brand wieder aufgebaut werden, die Wiederherstellung dauerte von 1913 bis 1928.
In der Ostwand sitzt eine ursprüngliche, weit auseinander gezogene Dreifenstergruppe. Im Giebel darüber befindet sich ein kleines rundbogiges Fenster. An der Südseite befindet sich noch ein ursprüngliches Stufenportal mit Granitgewände, das schlichte Westportal ist mit Faschen ausgestattet.
Der nördliche Gruftanbau aus Feldstein mit Backsteinportal stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Der Innenraum wird von einer mit Rankenornamenten bemalten Flachdecke geschlossen. In der Sakristei ist die Decke eine Halbtonne.
Die schlichte Ausstattung kam nach der Wiederherstellung 1927/28 in die Kirche und besteht aus Kanzelaltar, Taufständer, Bankgestühl und Westempore. Die Orgel stammt aus der Kirche in Hoff und ist ebenfalls seit 1927 i der Kirche.
Das Geläut besteht aus zwei Glocken, 1976 gegossen.
Auf dem Kirchhof steht das Grabmal des A.E. von Stechow (+1773), die Sandsteinurne mit Bildnisrelief und Wappen ist bereits stark verwittert.
Der Friedhof befindet sich am Ortsrand. Ein Gedenkstein für die Weltkriegsopfer steht in der Dorfmitte.

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006