Dorfkirche Sonnenberg (Gemeinde Grambow)

Ein Saalbau aus sauber geschichteten Feldsteinquadern, im 13. Jahrhundert errichtet. Westturmuntergeschoss in Schiffsbreite aus Mischmauerwerk wohl 15./16. Jahrhundert. Der Fachwerkaufsatz mit dem achtseitigen Spitzhelm stammt von 1727; 1991/92 wurde er mit Kupfer eingedeckt. Die Glocke im Turm wurde 1885 von Emil Voß in Stettin gegossen. Im Turmraum befindet sich eine Gruft mit einem segmentbogigen Portal und einer Holztür aus dem 18. Jahrhundert.
Der blendengeschmückte Ostgiebel wurde nach einen Brand 1695 in verputztem Backstein erneuert. In der Ostwand sitzt eine ursptüngliche, leicht gestaffelte Dreifenstergruppe mit annähernd rundbogigen Abschlüssen. Die gestuften Spitzbogenportale an der Südseite und in der Turmhalle stammen aus der Erbauerzeit. Das Portal an der Turmwestseite ist ein dreifach gestuftes Backsteinportal.
Der Innenraum ist flachgedeckt.
Zur Ausstattung gehören ein Altar mit Gehege (18.Jh.), eine Kanzel (1.H.18.Jh.), eine achteckige Holztaufe und die Orgel von Barnim Grüneberg aus dem Jahr 1894.
Der Zugang zum Kirchhof erfolgt auf der Südseite über ein korbbogiges Backsteinportal aus dem 17. Jahrhundert. Den Weg säumen farbenprächtige Rosenstöcke.
Der große Friedhof befindet sich am südlichen Ortsausgang (Dorfstr. 26). Er ist von einer Hecke umgeben. In der Mitte des Friedhofes steht das Kriegerdenkmal, schräg dahinter befindet sich eine Grabstätte für 19 Soldaten des Zweiten Weltkrieges.

Quellen:
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006