Dorfkirche Glasow

Der Saalbau aus sauber geschichteten Feldsteinquadern mit einem schiffsbreiten Westturmuntergeschoss wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Der quadratische verbretterte Turmaufsatz mit der neobarocken, schiefergedeckten Haube stammt von 1891. In der Glockenstube hängen zwei Glocken; die mittelalterliche ist undatiert, die zweite wurde von Lorentz Kökeritz 1664 in Stettin gegossen.
In der Ostwand sitzt die ursprüngliche und leicht gestaffelte Dreifenstergruppe mit den schmalen Fenstern; die Fenster an Nord- und Südseite wurden segmentbogig verändert und mit Faschen mit Schlusssteinen versehen. Von den beiden ursprünglichen Südportalen wurde die Laienpforte vermauert und die Priesterpforte mit Faschenrahmung und neugotischem Türblatt ausgestattet.
Der Innenraum ist flachgedeckt. Turm und Schiff sind über einen Spitzbogen miteinander verbunden.
Zur Ausstattung gehört ein Altaraufsatz. Das Altargemälde zeigt Christus als Sämann (wohl um 1700). Die Kanzel in Spätrenaissanceformen zeigt am Aufgang 1935 gemalte Evangelistenbilder und unter dem Schalldeckel ein Tafelbild des segnenden Christus von 1698. Aufgang, Korb, Rückwand und das anschließende Predigergestühl sind mit reichem Beschlagwerk ausgestattet. Der achteckige Taufständer aus Holz stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die Orgel ist ein Werk von Barnim Grüneberg, Stettin und stammt aus dem Jahr 1907.
Der Kirchhof ist von einer verputzten Mauer umschlossen, im Südosten ein rundbogiger Tordurchlass vom Anfang des 16. Jahrhunderts.
Auf dem Kirchhof steht das Kriegerdenkmal auf der Südseite der Kirche, Grab- und Gedenkstätte für den Zweiten Weltkrieg befindet sich am Ostrand des Kirchhofes.
Der Friedhof befindet sich am Ortsausgang, mit Trauerhalle und Familiengrabstätte des Rittergutsbesitzers Streithof. 

Quellen:
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006