Dorfkirche Wollin (Stadt Penkun)

Der kurze Saalbau mi dem wenig eingezogenen, fast quadratischen Chor und dem schiffsbreiten Westturm wurde zu Ende des 13. Jahrhunderts aus sauber geschichteten Feldsteinquadern errichtet. Reste von Ritzquaderung sind noch erkennbar. Das verbretterte Obergeschoss des Turmes stammt von 1692, es wurde 1727 erneuert und aufgestockt. 1990/91 erfolgte die heutige Kupfereindeckung der achteckigen geschlossenen Laterne. An der Westseite befindet sich ein ursprüngliches Stufenportal. Im Turm hängen zwei Glocken: eine von Lorentz Kökeritz 1680 in Stettin und die zweite 1982 von Schilling in Apolda gegossen.
Die südliche Eingangsvorhalle wurde 1853 vor die Priesterpforte angefügt und dabei auch die Fenster vergrößert. Das spitzbogige Stufenportal auf der Nordseite wurde zugesetzt.
In der Ostwand sitzt zwischen Zwillingsblenden in Backsteinrahmung eine spitzbogige Dreifenstergruppe, wobei das schmale, ursprüngliche Mittelfenster zugesetzt wurde und darüber sich ein Okulus befindet. Im Giebel befindet sich zudem noch ein Maßwerkfenster mit Scheitelring.
Chor und Langhaus werden durch einen spitzbogigen Triumphbogen getrennt. Der Innenraum ist flachgedeckt. Zur Ausstattung gehören ein Altaraufsatz mit architektonischem Aufbau aus der Zeit um 1700, eine Kanzel (wohl 1717), eine hölzerne Taufe (19.Jh.) das Kastengestühl, die niedrige Westempore und die Orgel von Wiegener und Schramm in Stettin, alles von 1853.
Der Kirchhof ist von einer Feldsteinmauer umgeben. Auf dem Kirchhof steht ein Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges.
Der Friedhof der Gemeinde befindet sich am Ortseingang des Ortsteils Friedefeld.

Quellen:
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006