Dorfkirche Nadrensee

Die kleine rechteckige Kirche ist ein unregelmäßig gemauerter Feldsteinbau aus dem 14. Jahrhundert. Der Westturm musste nach einem Brand 1657 abgetragen werden. Die gleichzeitig stark zerstörte Kirche wurde noch im 17. Jahrhundert erneuert. Im 19. Jahrhundert erfolgte eine weitere Renovierung, bei der die Giebel mit Fialaufsätzen versehen wurden. Die schmalen, annähernd rundbogigen und damit ursprünglichen Fenster der östlichen Dreifenstergruppe wurden zugesetzt. Die übrigen Fenster wurden im Laufe der Zeit verändert. Am Westende der Nordwand befindet sich ein rundbogiges Backsteinportal in einer gestuften Spitzbogennische. Neben dem Portal gibt es eine oben abgetreppte rechteckige Heiligennische mit Kleeblattbogenmaßwerk in der Verdachung. Das spitzbogige Südportal ist heute zugesetzt.
Der Innenraum ist flachgedeckt. In die Wände sind zahlreiche Nischen eingearbeitet, bzw. durch Wandvorlagen profiliert.
Zur Ausstattung gehören ein Altaraufsatz mit architektonischem Aufbau und Stifterwappen von Lichtfus / von Luchert Obrister, eine zeitgleich entstandene Kanzel (1669) mit Predigergestühl; die zweigeschossige Patronatsloge, das Bankgestühl und die Westempore stammen aus dem 17./18. Jahrhundert.
Auf der Nordseite der Kirche steht ein Glockenstuhl (um 1700) mit einer Bronzeglocke, 1662 von Lorentz Kökeritz in Stettin gegossen. Auf dem Mantel sind Stifterwappen des Johan v. Salzburg und der Christina Elisabeth v. Lichtfus zu sehen.
Am westlichen Rand des Kirchhofes, heute auf Privatgelände, steht das stark verwitterte  Familienbegräbnis der Küsonoff(?) und weitere Nebengebäude.
Der neue Friedhof befindet sich am westlichen Ortsausgang. Dort steht eine moderne Trauerhalle.

Quellen:
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006