Dorfkirche Buchholz b. Röbel

Rechteckige Backsteinkirche auf einem Granitsteinsockel aus dem 14. Jahrhundert. 
Im Turm mit offenem Durchgang und verbretterter Glockenstube mit geschwungener schiefergedeckten Haube hängt eine Glocke von 1867, gegossen von C. Illies in Waren.
Der gerade Ostschluss zeigt im Giebel eine siebenteilige gestaffelte Spitzbogenblende. Bemerkenswert sind die sieben Maskenköpfe in den Blenden. Das Ostfenster und auch die Schiffsfenster wurden wohl neugotisch verändert. Auf der Südseite befindet sich ein spitzbogiges Stufenportal in einer rechteckigen Wandvorlage. Auf der Nordseite befindet sich der sogenannte Patronatszugang
Der Altar hat einen Aufsatz aus der Zeit um 1600. Im Mittelteil ist ein Relief mit Kreuzigungsdarstellung eingesetzt, in den Seiten sind die Reliefs der vier Evangelisten in Ädikularahmung zu sehen. Die Felder in der Predella sind leer.
Kanzel und Taufe aus dem 18. Jahrhundert sind ebenfalls mit Schnitzwerk versehen.
Im Altarraum steht an der Nordwand die Patronatsempore, wie das Gestühl und die Westempore stammt sie aus dem 18. Jahrhundert.
An der Südwand befindet sich eine Malerei der Berliner Künstlerin Cohnert aus der Zeit um 1930.
An der Nordwand hängt die Gedenktafel mit den Namen der zehn Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Ein Kriegerdenkmal steht außerhalb des Kirchhofes nördlich der Kirche, hier sind die zehn Namen kaum noch lesbar.
Der Kirchhof ist noch als Friedhof gestaltet und von einer geschlossenen Mauer mit Pfeilerportalen aus Backstein umgeben. Einige ältere Familiengrabstellen sind noch erhalten.
Ein neuer Friedhof mit Trauerhalle befindet sich am Ortseingang.

Quellen:
Kirchen in der Mecklenburgischen Seenplatte Südl. Müritz, Broschüre, IG der KirchenführerInnen Mecklenburgische Seenplatte, Druckerei Beyer GbR, Röbel,