Dorfkirche Schwanbeck (Stadt Friedland)

Die kleine rechteckige Feldsteinkirche in Schwanbeck ist schon sehr alt, wahrscheinlich wurde sie bereits im 13. Jahrhundert errichtet. Im Wesentlichen zeugen von ihrem hohen Alter die mächtigen Strebepfeiler an der Westwand und die Stufenportale aus sauber behauenen Granitsteinen, wobei die sogenannte Laienpforte im Innern der später angefügten südlichen Eingangsvorhalle zu sehen ist und das Gewände der Priesterpforte kapitellähnliche Ziersteine aufweist.
Andere Zeitzeugen längst vergangener Tage wurden entfernt, verändert oder gar nicht ausgeführt.
Eine Nordsakristei wurde abgebrochen, die Dreifenstergruppe in der Ostwand und auch die anderen Fenster wurden segmentbogig umgestaltet, Ost- und Westgiebel mit Ziegelstein erneuert und der eingezogene Westturm mit seinem achtseitigen Spitzhelm sollte wohl ursprünglich viel mächtiger ausfallen, wenn man das große Stufenportal und die Strebepfeiler dahingehend betrachtet.
Der Eingang im Süden wird von zwei alten Tauffünten oder Weihwasserbecken flankiert.
Im Innern finden wir eine Orgel von Ernst Sauer, die im Jahr 1858 gebaut wurde.
Der flachgedeckte Innenraum wird beherrscht von der einheitlichen Holzausstattung. Den Altarraum nimmt eine Kanzelaltarwand mit seitlichen Verschlägen vollständig ein. Das anschließende Gemeinde-Kastengestühl wird an der Südseite teilweise von der L-förmigen Empore überdacht. An der Nordwand hängen die Gefallenen-Gedenktafeln. Hinter dem Altar wurde ein alter Kirchenkasten versteckt. Im Turmraum steht eine abgehängte Bronze-Glocke mit Inschrift. Sie wurde 1833 von SCHWENN in Stettin umgegossen.
Außen an der Ostwand wurden Gedenktafeln für die Familie Berlin angebracht, deren Mitglieder hier als Pastoren gewirkt hatten.
Auf dem Friedhof befindet sich ein Gedenkstein mit den Namen von Frauen und Kindern aus Schwanbeck, die sich am 30. April 1945 aus Angst vor der Roten Armee das Leben nahmen.