Dorfkirche Cölpin

Der Findlingsquaderbau mit geradem Ostschluss und blendengeschmücktem Ostgiebel stammt aus der zweiten Hälfte  des 13. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammt auch die Nordsakristei.
Der ursprünglich querrechteckig geplante Turmbau wurde Ende des 15. Jahrhunderts über einem quadratischen Grundriss mit dem Feldsteinuntergeschoss begonnen. Seine heutige Gestalt mit dem geböschten Holzaufsatz und dem achtseitigen schindelgedeckten Spitzhelm erhielt er im 17. Jahrhundert. 1969 erfolgte eine Neueindeckung mit Eichenschindeln. In der Glockenstube hängt eine Glocke, die mit dem Schlagwerk der Turmuhr gekoppelt ist.
Aus dem 18. Jahrhundert stammt wohl der südliche zweigeschossige Eingangsvorbau, der den Zugang zur herrschaftlichen Empore ermöglicht. Mit seiner Errichtung ging wohl auch die Umgestaltung der Fenster einher, sichtbar sind noch die großen Bögen aus gotischer Zeit. Gotisch sind auch die Portale auf West- und Nordseite sowie die durch den Vorbau verdeckte Priesterpforte auf der Südseite.
Ein alter Flügelaltar aus dem Jahr 1502 mit einer Strahlenkranz-Madonna im Mittelteil und Apostelfiguren in den Flügeln gehört zu den kostbaren Stücken der Innenausstattung.
1792 erfolgte unter dem Patronat der Familie von Dewitz der barocke Innenumbau und die Aufstellung eines Kanzelaltars, in den das Triptychon als Rückwand integriert wurde. Für den wuchtigen, säulengeschmückten Altar, aber auch für die Patronatsempore an der Südwand musste die vorhandene Flachdecke ein Stück in den Dachstuhl gezogen werden.
Eine Sauer-Orgel aus dem Jahr 1856 steht auf der Westempore. Den dreiteiligen Prospekt eines Vorgängerinstruments schmücken Posaunenengel, vollplastische Figuren von Mann und Frau und das Allianzwappen v.Dewitz/v.Raven (Holzendorff, Uckermark), welche 1747 die Orgel gestiftet haben.
Im Altarraum befinden sich zwei Sakramentsnischen, die mit Holztüren verriegelt sind. Auch die Portale von Nordsakristei und südlichem Patronatseingang sind mit schweren Holztüren verschlossen. Zur Ausstattung gehören noch ein Triumphkreuz (an der Nordwand), vier Patronatsstühle mit Wappen, eine achteckige Taufe aus Industriestein und vier Tafelbilder mit den Darstellungen von Verkündigung, Geburt Jesu, Anbetung der Könige und Taufe Jesu, die an der Westwand zu Seiten der Orgel angebracht sind. 
Den einheitlichen und geschlossenen Charakter des Kircheninneren vervollständigen das Kastengestühl und die Westempore, unter der eine durch Glaswand abgetrennte Winterkirche eingerichtet wurde.
Besonders farbenfroh sind die Glasmalereien in den drei schlanken Fenstern der Nordwand. Die Darstellungen zeigen Mose mit den Gesetzestafeln, Jesus rettet den versinkenden Petrus sowie den Evangelisten Johannes; jeweils in Wimpergrahmung mit Fialbekrönung, im Sockel sind dazu Wappen der Stifter (v.Dewitz/v.Maltzahn) und Inschriften abgebildet.
An der nördlichen Ostwand sind Gedenktafeln für die Opfer der zahlreichen Kriege angebracht.
Das Innere der Kirche und die Ausstattungsstücke konnten 1990 umfangreich renoviert werden, 1994 folgten Turmerneuerung und Dachsanierung.
Auf dem die Kirche umgebenden Friedhof befindet sich die Familiengrabstätte von Dewitz. Der Kirchhof ist von einer Feldsteinmauer umgeben, im Südosten befindet sich ein rundbogiges Portal mit segmentbogiger Tordurchfahrt.
Auf einem Platz gegenüber der Kirche steht das Kriegerdenkmal mit einer Inschrift und Tafel zum Gedenken der Weltkriegsopfer.
(weitere Quelle: Informationstafel an der Kirche)

Quellen:
Dorfkirchen in Mecklenburg, Buch, Horst Ende, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1975