Kapelle Conow (Gemeinde Feldberger Seenlandschaft)
Ruine

Das alte Dorf Conow unten am Carwitzer See wurde 1440 im Grenzkrieg zwischen Mecklenburg und Brandenburg völlig zerstört, die Feldmark verwaldete, um 1770 von einer Glashütte gerodet, wurde hier das neue Gutsdorf mit einer Kapelle angelegt.
1826 wurde der turmlose neugotische Ziegelbau über einem Feldsteinsockel errichtet. Es ist die erste vom späteren Oberbaurat und Großherzoglichen Hofbaumeister Friedrich Wilhelm Buttel (1796-1869) erbaute Kirche. Bereits bei seinem ersten Sakralbau setzte BUTTEL hier in Conow Schlichtheit als bewusstes Stilmittel mecklenburgischen Kirchenbaus ein. Die kleine Saalkirche mit den Maßen 6 x 10,4 Meter hat im Westen einen kurzen Eingangsvorbau. Im Dachgiebel dieses kleinen Eingangsvorbaus befindet sich eine Stahlguss-Glocke. Sie ist mit dem preußischen Adler geschmückt. Die Ostwand wird durch drei gestaffelte Spitzbogen-Nischen gegliedert, diese Gliederung setzt sich an den Längsseiten mit den Fensternischen fort.
Der Innenraum wahr lange Zeit ruiniert, konnte aber durch großzügige Spenden in den Jahren 2010/2011 umfassend saniert werden. Das Gestühl wurde nach originalem Vorbild erneuert. Aus der Erbauerzeit ist in Teilen der Kanzelaltar mit symmetrischem Treppenaufgang erhalten geblieben. Er ist von einer lichten Schranke aus weitgestellten ausgesägten Balustern umgeben. Besonderheit dieser Kirche sind die Totenkronenträger im Eingangsbereich. Der Form dieser Träger wurden die neugeschaffenen Wandleuchter angepasst. Zur Wiedereinweihung am 28. Mai 2011 widmete der Verein Kirche Fürstenhagen e.V. der Kirche die Bronze-Plastik "Aufsteigender Christus" von Dorothea Maroske.
Im Osten der Kirche schließt sich ein kleiner Friedhof an. In der Ecke steht die alte Leichenhalle.