Dorfkirche Schlatkow (Gemeinde Schmatzin)
Maria Magdalena

Der schlichte rechteckige Feldsteinbau aus sauber behauenen Granitquadern wurde um 1400 errichtet. Der östliche Backsteingiebel zeigt Blendenschmuck.
Nach der Zerstörung 1699 durch Blitzschlag erfolgte der Wiederaufbau 1700-1708 ohne Turm, dabei wurde das Westportal wohl verkleinert. Das spitzbogige Südportal mit gefastem Gewände; das westliche der beiden vermauerten Nordportale ist rundbogig.
Anstelle der Holztonne des 18. Jahrhunderts wurde bei der Wiederherstellung der Kirche in den Jahren 1987/88 eine Flachdecke eingezogen.
Besonders sehenswert sind die Wandmalereien aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts (u.a. Weltgericht, Christophorus, Apostel Andreas). Die Ausstattung wird geprägt durch den barocken Altaraufsatz und die Kanzel (1692 aus einer Werkstatt) sowie dem stehenden Taufengel unter einem Volutenbaldachin (E.17.Jh.). Die Orgel von Barnim Grüneberg (1863) mit neoromanischem Prospekt.
Auf dem Kirchhof ein restaurierter freistehender Glockenstuhl (18.Jh.) mit zwei kostbaren Glocken aus dem Mittelalter (eine wohl 1446) und eine aus dem Jahr 1817, gegossen von Simon Zach in Stralsund. 
Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben, hinter dem Ostgiebel führt ein Weg zur modernen Trauerhalle außerhalb der Kirchhofmauer.

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006