Ruine Stolpe b. Anklam
ehem. Benediktiner-, später Zisterzienserklosters

Von dem Kirchengebäude des bald nach 1150 durch den pommerschen Herzog Ratibor mit Unterstützung Bischof Adalberts von Wollin gegründeten Benediktinerklosters blieben neben den 1960 entdeckten und freigelegten Chorfundamenten nur die Reste des aus Feldsteinen errichteten Unterbaus des querrechteckigen Feldsteinturmes sichtbar erhalten. So ist heute der Blick in das tonnengewölbte Erdgeschoss des Turmes möglich, von dem nach Osten vier Rundbogenarkaden in das basilikale Langhaus führten. Die Klosterruine ist das älteste bauliche Zeugnis des christlichen Glaubens in Pommern. 1304 erfolgte der Übertritt des Klosters in den Zisterzienserorden. Mit der Einführung der Reformation 1534 in Pommern wird das Kloster in ein herzogliches Amt umgewandelt. 1637 trägt ein Brand, der durch den Beschuss im 30jährigen Krieg entstand, zur Teilzerstörung der Klosteranlagen bei, deren Weiternutzung noch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte.

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006