Dorfkirche Blankensee

Langgestreckter verputzter Feldsteinsaal, dessen östlicher Teil bereits um 1500 errichtet wurde und der 1777 nach Westen erweitert und mit einem hölzernen Turmaufsatz versehen wurde.
Die Fenster wurden im 18. Jahrhundert barock verändert und im Jahr 2000 erneuert.
Der Ostgiebel zeigt sich noch in Backstein mit vier zweiteiligen Blenden mit Scheitelkreis und Kreisblenden an den Ecken.
Der Turmaufsatz besitzt eine geschweifte Haube und einen Spitzhelm, der in den 1980er Jahren mit Kupfer eingedeckt und mit einem vergoldeten Hahn bekrönt wurde. Das Westportal ist segmentbogig verschlossen. Das Geläut besteht aus drei Glocken. Die 1674 von Lorentz Kökeritz in Stettin gegossene Bronzeglocke wird nur zu besonderen Anlässen geläutet. Die beiden anderen Glocken sind Eisenhartgussglocken aus dem 20. Jahrhundert.
Der Innenraum ist mit einer Balkendecke flachgedeckt. Unter der Westempore ist eine Winterkirche eingerichtet.
Zur Ausstattung gehören ein Kanzelaltar aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, eine hölzerne Taufe, Gestühl und Westempore (18.Jh.) sowie die Orgel von 1888. Das Instrument wurde von Barnim Grüneberg, Stettin, gebaut und war ursprünglich gar nicht für die Kirche in Blankensee vorgesehen. Im leicht erhöhten Altarraum steht zudem noch ein Harmonium.
Der Kirchhof ist mit einer Feldsteinmauer umschlossen. Ein Kriegerdenkmal an der Südwestecke der Kirche erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Der Friedhof befindet sich am nördlichen Dorfrand (Dorfstr. 91), dort steht eine Trauerhalle.

Quellen:
Vom Grossen Landgraben bis zur Oder - Offene Kirchen III, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006