Kapelle Alt Jargenow

Kleiner Saalbau aus überschlämmtem Mischmauerwerk, 1625 im Auftrag von Christoph Altwich von Blixen errichtet, woran eine Sandsteintafel mit Reliefs des Bauherrn, seiner Gemahlin und der Wappen beider Familien sowie eine Inschrift erinnert. Die Tafel wurde aus dem Ostgiebel entfernt und in der Kapelle aufgestellt.
Bei einem Brand 1830 (Gedenkstein vor der Südwand) wurde der Turm und Teile des Außenbaus zerstört. Die Renovierung erfolgte 1869, gleichzeitig wurden die Ostfenster erneuert. Der Ostgiebel erhielt 1994 eine weitgehende Erneuerung.
An den Gebäudeecken Putzquaderung (Eckrustika), breite segmentbogige Fenster mit Faschen, das südliche Rundbogenportal mit zweifach gefaster Archivolte, seitlich angedeutete Sitznischen, über dem Portal eine querrechteckige Nische.
Der Innenraum ist flachgedeckt. Die Fenster zeigen Akanthusrahmung in Grisaillemalerei, 1997 renoviert. Zur Ausstattung gehört eine Renaissancekanzel (1652) mit Rückwand und Schalldeckel. An dem durch Säulen gegliederten Korb befinden sich Reliefs der Evangelisten in Ädikularrahmungen sowie reiches Beschlag- und Rollwerk. Weiterhin eine Granittaufe mit kleinem Becken, die mittelalterliche Kuppa quadratisch mit abgeschrägten Ecken auf achtseitigem Fuß. Turmhahn und -kugel mit Jahreszahl 1727.
Ein freistehender Glockenstuhl (nach 2006) mit einer Glocke, gegossen laut Zeichen 1962 (laut Quelle 1957, von einer Kirchgemeinde in der Lausitz übernommen).
Grabstein des Rittergutsbesitzer Felix Schubert auf em Kirchhof. 
Außerhalb der Feldsteinmauer steht in der Südostecke eine kleine Leichenhalle (20.Jh.).
Anbei das ehem. Gutshaus (Besitzer bis 1945 Herr Sodemann).

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006