Dorfkirche Groß Dratow

Die Kirche in Groß Dratow ist im Ursprung ein rechteckiger Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert.
Im Westen ist ein quadratischer Feldsteinturm vorgesetzt, der paarige Schallluken und ein flaches Pyramidendach besitzt.
Im Rahmen von Restaurierungsarbeiten im Jahr 1908 wurde ein östlicher Fachwerkanbau aus dem 18. Jahrhundert entfernt, das Kirchenschiff nach Osten hin verlängert und eine fünfseitige Apsis mit drei Rundfenstern angebaut.
Auf der Südseite gibt es eine kleine Sakristei aus Backstein mit einem Fachwerkgiebel und einem zweiteiligen Rundbogenfenster, das in eine Leibungsblende eingelassen wurde.
Das spitzbogige Stufenportal wurde zugesetzt. Alle Fenster sind rundbogig und besitzen eine quergeteilte, meist rautenförmige Bleiverglasung.
Auf der Nordseite gibt es einen überdachten Aufgang zur Patronatsloge.
Der Innenraum wird von einer flachen Holzbalkendecke überspannt.
Die einheitliche Innenausstattung stammt ebenfalls aus dem Jahr 1908.
Auf der Patronatsloge ist das Lemckesche Wappen eingelassen, unter dem Herrenstuhl hängen an der Wand Beschläge aus Zinn mit den Allianzwappen der Familien Langermann, Schnuckmann und Kamptz. An der Südwand befinden sich eine Gedenktafel für die Familie Kamptz und die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Im Altarraum stehen die Pastoren- und Predigergestühle, eine hölzerne Kanzel ohne Schalldeckel, ein Lesepult und eine achteckige Taufe aus Metall.
In der Apsis steht ein einfacher Altartisch mit einem hölzernen Aufsatz.
In den Rundfenstern sind Buntglasscheiben mit den Bildnissen der Apostel Petrus und Paulus sowie Christus in der Mitte.
Auf der Westempore steht eine Orgel von Friedrich Hermann Lütkemüller aus dem Jahr 1863.
Im Turm hängt nur noch eine der einstmal drei Glocken, sie wurde 1680 von Hans Voss in Lüneburg gegossen.
Auf dem Friedhof steht westlich vor der Kirche das Lemckesche Erbbegräbnis.
(Quelle: Informationsblatt)