Dorfkirche Karbow (OT von Karbow-Vietlübbe)

Mittelalterlicher Feldsteinbau mit halbrundem Chorschluss, wohl um 1270 errichtet. 1600 durch einen Brand teilweise zerstört, wurde auf die stehengebliebenen Ringmauern 1685 eine flache Holzdecke gelegt und ein Dach mit auffälligem Überstand aufgesetzt. So entstand der Ostgiebel in Fachwerk.
Auch die südliche Eingangsvorhalle und das Untergeschoss des Westturmes sind in Fachwerk ausgeführt..
Der Westturm wurde 1741 errichtet und ist im Obergeschoss mit einer Bretterverkleidung versehen, auf der Spitze des flachen Pyramidendaches steht eine halboffene, quadratische Laterne. 2011 wurde der Turm saniert. Das Geläut besteht aus einer Bronzeglocke, ebenfalls aus dem Jahr 1741, gegossen von Laurentius Strahlborn in Lübeck.
Innenausstattung aus verschiedenen Epochen:
Kanzel mit Evangelistendarstellungen (Renaissance, 1598),
Altartisch mit Triumphkreuzgruppe ursprünglich mit Triptychon zusammengesetzt, dieses jetzt an der Nordseite aufgestellt, mit drei Schnitzfiguren (E.15.Jh.),
mittelalterliche Sakramentsnische,
Turmkugel des alten Turms im Innenraum ausgestellt,
hölzerne Taufe (Spätrenaissance, 17.Jh.),
Tafelbild von Martin Luther,
Westempore mit Wappen von Herzog Friedrich Franz (FF), Orgel von Marcus Runge 1908, Pastorenstuhl, Kastengestühl mit Bemalung, Epitaph eines Pastor Christian Fanter von 1685, alter Opferstock.
Vor der Kirche steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Westlich außerhalb des Friedhofs steht eine moderne Trauerhalle.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001