Kapelle Klein Niendorf (Gemeinde Rom)

Neugotischer turmloser Ziegelbau im Stil mittelalterlicher Tempelbauten, 1855 durch den Gutsbesitzer Heinrich Glantz gestiftet.
Großes Stufenportal im Westen mit Sonnen-Wappen und Inschrift "H. Glantz 1855",
Eckpfeiler als achteckige Fialtürme ausgelegt.
Polygonaler Ostschluss, zwischen den Strebepfeilern am Chor Grabkreuze der Familie Glantz.
Umlaufender Bogenfries unter der Traufe.
Seitlich nach Süden versetzt steht ein kleiner eiserner Glockenstuhl mit einer Glocke mit Inschrift.
1971 wurde der Innenraum vollkommen verändert. Durch das Einziehen einer Zwischendecke wurde im unteren Teil die beheizbare Winterkirche geschaffen. Links und rechts des Altartisches erinnern Marmorkreuze an die Eheleute Heinrich und Henriette Glantz. Den Kirchenraum in der oberen Etage überspannt ein Sterngewölbe.
Der Kirchhof ist als Friedhof gestaltet.
Das Gutsdorf wurde 1377 erstmals urkundlich erwähnt. Die alte Kirche, ein turmloser Fachwerkbau, stand nicht an dieser Stelle, sondern befand sich mehrere hundert Meter nördlich auf einer Anhöhe.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001