Dorfkirche Greven b. Boitzenburg

Der Ort wird 1324 erstmals urkundlich erwähnt. Ein erster Kirchbau stammt wohl aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, dieser aber im 30jährigen Krieg verwüstet. Später wurde eine Fachwerkkirche errichtet, die bis 1905 ihren Dienst tat, dann aber abgerissen wurde, um einem neoromanischen Neubau Platz zu machen. Der auf kreuzförmigem Grundriss errichtete Ziegelbau wurde 1906 geweiht. Im Osten schließt sich eine halbrunde Chorapsis an. Der Glockenturm mit 34 Metern Höhe und Uhrwerk wurde seitlich neben dem Kirchenschiff an der Südwestseite errichtet. Er trägt einen schlanken oktogonalen Helm und beherbergt die vom Kirchenraum zugängliche Taufkapelle. Das Geläut besteht aus zwei Glocken. Das Dach der Kirche ist mit 'Mönch' und 'Nonne' gedeckt. Der Eingang zur Kirche befindet sich in einer kleinen Vorhalle an der Westseite. Ein Rundbogenportal mit Mosaikinschrift eröffnet den Weg in den Innenraum, der von zwei Kreuzgratgewölben überspannt wird. Die Bemalung von Wänden und Triumphbogen zeigt neben reichem Ornamentschmuck auch ein Christogramm und die Symbole der vier Evangelisten. Die Innenausstattung mit vielen Details in Jugendstilelementen stammt aus der Erbauerzeit. Die Christusdarstellung am Altar ist aus Mosaiksteinchen gestaltet. Die Kanzel ist eine schöne Holzschnitzarbeit. Zwei mittelalterliche Schnitzfiguren einer Triumphkreuzgruppe (Maria, Johannes, 15.Jh.) stammen aus der Vorgängerkirche. Der mittelalterliche Altaraufsatz steht restauriert als Leihgabe in der Kapelle vom Museumsdorf Klockenhagen. Auf der Westempore befindet sich die Orgel von Marcus Runge aus dem Jahr 1906. Die pneumatische Kegelladenorgel benötigt dringend eine Renovierung
Auf dem umliegenden Friedhof steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001