Ruine Steinfurth (Gemeinde Karlsburg)

Der ursprünglich wohl flachgedeckte Feldsteinsaal von drei Jochen und wohl auch schon der Westturm aus Feldstein wurden am Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet. Angeblich soll der gerade geschlossene Chor aus Backstein mit einem Kreuzrippengewölbe in der Mitte des 14. Jahrhunderts ergänzt worden sein. Die Rippen des Gewölbe entspringen auf kleinen Konsolen vor Wandpfeilern. Nachdem 1664 der Turm einstürzte und das Gebäude zerstörte, verfiel der Kirchbau und wurde zur Ruine. Heute sind das aufgehende Mauerwerk des Schiffes, der abgestufte Triumphbogen in Backstein sowie Teile der südlichen Chorwand mit den Gewölbeansätzen und Reste des Turmes erhalten.
Die Ruine ist von einer Feldsteintrockenmauer umgeben. Auf der Nordseite schließt sich der Bau der Grabkapelle für die Familie v.Bismarck-Bohlen an.
Am Ortseingang (Dorfstraße 18) befindet sich zudem noch der neue Friedhof.

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006