Ruine Broda (Stadt Neubrandenburg)
ehem. Prämonstratenser-Kloster

Am Nordwestufer des Tollensesees stand einst auf einen kreisrunden Plateau von 100 m Durchmesser das Prämonstratenser-Kloster Broda, gestiftet 1170, begann die Errichtung wohl erst 1230/40.
Nach der Stadtgründung Neubrandenburg erhielt das Kloster das Patronatsrecht über die Gotteshäuser der Stadt, nach der Säkularisierung wurde das Kloster in einen Amtssitz mit Gutswirtschaft umgewandelt, am Ende des 17. Jahrhunderts waren die mittelalterlichen Klostergebäude fast vollständig verfallen. Die letzten baulichen Reste des Klosters befinden sich im Keller des Amtshauses (18./19. Jahrhundert) und sind kreuzrippengewölbte Räume.
Nach dem Niedergang des Klosters wurde im 18. Jahrhundert auf den Grundmauern ein Fachwerkbau errichtet, der im 19. Jahrhundert einen teilweisen Umbau in Ziegeln erfuhr. Dieses Gebäude wurde 2003/04 umfassend saniert.
Der ehemalige Friedhof von Broda ist ein städtischer Friedhof. Die Weihe erfolgte erst 1896 als Ersatz für den bei St. Georg gelegenen Bestattungsplatz. 1973 wurde der Friedhof wieder geschlossen, 1994 wurde er in die Denkmalliste der Stadt Neubrandenburg eingetragen, 2003 entwidmete die Stadt den Friedhof, der Status als Denkmal bleibt davon unberührt. Die übriggebliebenen Grabsteine findet man im Wald in der Nähe des Strandbades (Seestraße).
(weitere Quellen: Informationstafeln am Ort)

Quellen:
Klosterstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Taschenbuch, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur von M-V, cw Obotritendruck Schwerin, 2007