Dorfkirche Hohen Sprenz
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Die Gewölbemalerei im Chorgewölbe Die Gewölbemalerei des 14. Jahrhunderts wurde kurz vor 1900 wiederentdeckt, "weil der beizende Rauch der beiden Öfen den Kalk abplatzen ließ" (Gemeindechronik). Auf den zwei Feldern der Ostseite des achtrippigen Kuppelgewölbes sind Darstellungen einer "Virgo inter Virgines" (die Gottesmutter als Königin der Jungfrauen, hier zwischen den gleichfalls jungfräulich verehrten Märtyrerinnen Margaretha und Katharina) und einer "Majestas Domini" (der thronende Christus meist umgeben von den vier Lebewesen, auch Symbole der Evangelisten sowie oftmals von Aposteln, Kirchenvätern oder Erzengeln) zu erkennen. Biblische Grundlage für diese Darstellung sind vor allem Jesaja 66,1 und Ezechiel 1,26-28. In den zwei Feldern der Westseite sind der Tod und die Aufnahme Mariens in den Himmel dargestellt. Die Felder an Nord- und Südseite zeigen auf Bänken sitzend die Apostel Jesu. Lediglich Petrus (am Schlüssel) und Philippus (am Kreuz) sind erkennbar, da zudem 13 Figuren abgebildet sind, ist anzunehmen, dass es sich neben dem "nachberufenen" Matthias auch um den Apostel Paulus handelt. |
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