Dorfkirche Hanshagen
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Die Dorfkirche von Hanshagen ist ein Saalbau von zwei Jochen aus Backstein mit Strebepfeilern und stammt wohl aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts. Der ältere langgestreckte Chor aus sauber geschichteten Feldsteinquadern besteht schon seit der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts, allerdings ist die Nordsakristei später (wohl um 1300) angefügt worden. Beide besitzen Architekturdetails in Backstein. Der neugotische Westturm in Ziegel wurde 1885 von Theodor Prüfer, Berlin, entworfen. Er zeigt typische neugotische Formelemente wie Ecklisenen, Zahnfriese und Putzblenden. Die spitzbogigen Fenster- und Portalgewände vom Chor zeigen wechselnd glasierte Steine, eine besondere Form der gotischen Bauweise, um den sakralen Charakter des Gebäudeteils hervorzuheben. In der Ostwand befindet sich eine gestaffelte Dreifenstergruppe zusammengefasst in einer spitzbogigen Blende und in der Nordwand ein großes Rundfenster. Chor und Schiff sind gewölbt, beide werden durch einen Triumphbogen getrennt. Im Chor findet sich ein Fresko vom Heiligen Michael. Zur Ausstattung gehört ein Kanzelaltar, wobei der gemauerte Altartisch wohl mittelalterlich ist und der Aufsatz 1798 von Johann Gottfried Quistorp geschaffen wurde, und eine hölzerne Taufe. Die Orgel mit neugotischem Prospekt wurde 1839 von Carl August Buchholz gebaut. Im Turm hängen zwei Glocken (1888, 1927). Auf dem Kirchhof befinden sich noch einige Grabstätten ehemaliger Pastoren. Der Friedhof der Gemeinde befindet sich einige Meter von der Kirche entfernt in der Feldstraße auf dem Neuen Fliederberg. Dort steht eine Trauerhalle und ein Gedenkstein für die Opfer der beiden Weltkriege.
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